Nicht “BIO” …

Um es gleich vorweg zu nehmen, wir sind NICHT Bio zertifiziert.

… aber naturnah

Weidefläche mit Naturschutz
Blick auf die geschützten Weideflächen

Unsere Rinder stehen von Frühjahr bis Herbst auf Naturschutzflächen im Havelländischen Luch. Durch die Beweidung bleiben die ökologisch wertvollen Grünlandflächen erhalten. In diesen werden große Mengen Kohlenstoff gespeichert und so ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet. Die Weidenutzung fördert auch den Erhalt seltener Pflanzenarten und bietet geschützten Tierarten Lebensraum.

Bei der Pflege der Weide setzen wir hauptsächlich auf mechanische Verfahren und Verzichten auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln. Gedüngt wird durch die Rinder selbst und im Bedarfsfall mit organischen Düngemitteln wie Mist und Gülle. Die Nährstoffe bleiben so im ständigen Kreislauf.

Unsere Rinder ernähren sich von Frühjahr bis Herbst von frischem Weidegras und Heu. In der vegetationsfreien Zeit werden Sie mit Heu von den eigenen Flächen und von benachbarten Bauern gefüttert. Im Gegensatz zur üblichen Rindermast wird kein Sojaschrot oder silierter Mais verfüttert. So bleibt die Futterproduktion lokal und weite Transportwege werden vermieden. Gentechnik ist für unseren Betrieb sowieso kein Thema.

Die Tiere werden nicht vorsorglich mit Antibiotika behandelt. Sollte ein Tier jedoch ernsthaft erkranken, gebietet es das Tierwohl, dass dem Rind schnellstmöglich eine angemessene Behandlung, im Bedarfsfall auch mit Antibiotika, zuteil wird. Nach einer solchen Behandlung wird, wie in Bio-zertifizierten Betrieben, mindestens die doppelte  Wartezeit eingehalten, bis das Tier geschlachtet wird. Die Wartezeit ist die Zeit, die gesetzlich vorgegeben ist, bevor Milch oder Fleisch einesTieres nach einer Medikamentenbehandlung in Verkehr gebracht werden dürfen. Da wir uns mit den Angusrindern, eine robuste und anspruchslose Rasse ausgesucht haben, hoffen wir, dass eine antibiotische Behandlung nie nötig sein wird, können es aber nicht komplett ausschließen.

Unsere Tiere wachsen auf natürliche Art und Weise heran, was sich auch in der Fleischqualität wiederspiegelt.

Warum dann nicht BIO-zertifiziert?

Ein zukünftige Zertifizierung nach der EG-Öko-Verordnung möchten wir gar nicht ausschließen, zum jetzigen Zeitpunkt würde sie uns aber zu sehr einschränken. So könnten wir nicht bei den Bauern vor Ort Heu zukaufen, sondern müssten uns Bio-Heu von entfernten Biobetrieben liefern lassen. Das entspricht nicht unserer Vorstellung von regional und ökologisch. Zudem könnten wir als Biobetrieb nicht den Biertreber unser befreundeten Brauereien verfüttern und auch die, von den Rindern sehr begehrten, Äpfel aus Nachbars Garten wären Tabu.

Vertrauen ist gut…

… Kontrolle ist besser. Man kann sich jederzeit vor Ort darüber vergewissern, dass wir auch das einhalten, was wir versprechen: Einfach einen Besuchstermin vereinbaren. Wir zeigen unsere Rinder gerne.

Natürlich erhält jeder auf Anfrage Einblick in die Papiere unserer Tiere. Dort sieht man, woher sie stammen und welche ärztlichen Behandlungen sie erhalten haben.